Sprachen-AGs

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Das Ratsgymnasium bietet in diesem Schuljahr Sprachliebhabern an, folgende Sprachen ZUSÄTZLICH im kleinen Kreis zu erlernen: Arabisch, Bibelhebräisch, Brasilianisch, Dänisch, Esperanto, Italienisch, Neugriechisch, Rumänisch, Sanskrit, Serbisch, Spanisch.

Und zur VERTIEFUNG: Business-English, Lateinisch sprechen und diskutieren, Latein für Eltern und Kollegen, BLF-Vorbereitung Latein, Französisch für Fremdenverkehr & Hotellerie. Die genauen Zeiten für alle Angebote finden sich hier.

Arabisch

Arabisch wird von ca. 230 Mio. als Muttersprache und ca. 50 Mio. als Zweitsprache gesprochen, es ist Amtssprache in über 20 Staaten und eine von sechs UNO-Sprachen. Als Kultsprache des Islam hat es viele nichtsemitische Kulturen beeinflusst von Westchina und Indonesien über Persien und die Türkei bis nach Schwarzafrika. Das an Schulen gelehrte und überregional durch Medien verbreitete Hocharabisch ist das Bindeglied zwischen den im Alltag vorherrschenden Dialekten und steht der klassischen Sprachstufe noch relativ nahe. Als größter Zweig der semitischen Sprachfamilie ist es u.a. mit dem Hebräischen verwandt und öffnet den Blick auf die christlichen Kirchen des Nahen Ostens. Die wichtige Rolle der arabischsprachigen Welt in Politik und Wirtschaft trug maßgeblich zur Attraktivität von Arabischstudien in den letzten Jahrzehnten bei.

Brasilianisch

Das von etwa 220 Mio. als Mutter- bzw. Zweitsprache (bzw. Kreolsprache) gesprochene Portugiesisch ist, außer in Portugal und Brasilien, auch in Afrika und Asien beheimatet. Die portugiesische Sprache ist eng mit dem im Nordwesten Spaniens gesprochenen Galicisch verwandt. Das brasilianische Portugiesisch ist deutlich unterschieden von seiner europäischen Variante und phonetisch wie grammatisch leichter zugänglich. Lexikalisch kennt es nicht wenige indianische und afrikanische Elemente. Dank seiner medialen und wirtschaftlichen Macht als fünftgrößter Staat der Welt setzt Brasilien auch sprachlich zunehmend internationale Standards.

Dänisch

Dänisch wird in Dänemark, auf den Faröer-Inseln sowie auf Grönland von 5,5 Mio gesprochen, darüberhinaus ist es auf Island erste Fremdsprache. Von 1536 bis ca. 1850 war Dänisch die Schriftsprache Norwegens. Mit ein wenig Übung kann man damit auch das heutige Norwegisch gut lesen. Das Schwedische ist ebenfalls nicht allzu weit entfernt davon. Dänisch hat viele Ähnlichkeiten zu Deutsch und Englisch und zeichnet sich durch eine sehr einfache Grammatik aus. Es ist Minderheitssprache im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein und Schlüssel zur skandinavischen Welt.

Esperanto

wurde vom humanistisch gebildeteten jüdischen Arzt Ludwig Zamenhof erfunden und 1887 veröffentlicht. Dieser merkte seit seiner Kindheit in Białystok (Polen) leidvoll, dass Sprachen Menschen nur allzu oft trennen und ungerechte Machtverhältnisse schaffen können. Esperanto ist, im Unterschied zu "Weltsprachen", neutral und dient als Brückensprache der internationalen Verständigung. Es speist seinen Wortschatz aus vorwiegend lateinischen und germanischen Wurzeln, ist logisch aufgebaut und ungleich schneller erlernbar als natürliche Sprachen, mit einfacher, aber ungemein ausdrucksstarker und kreativer Grammatik. Zudem ist es auch eine internationale Kultursprache mit reicher Original- und Übersetzungsliteratur und wird von der UNESCO gefördert. Sein propädeutischer Wert zum Erlernen weiterer Fremdsprachen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. 

Einen Folder mit Informationen über unsere Schule auf Esperanto kann man hier herunterladen.

 

Esperanto publikiĝis en la 1887-a jaro far la humanisme klerita juda kuracisto Ludoviko Zamenhof. Tiu homo jam kiel junulo en Bjalistoko (Pollando) estis suferanta la ĉiukoncernan homarodisigon nur kaŭze de diverslingveco. Diference de la tiel nomataj pli aŭ malpli disvastiĝintaj "mondidiomoj" estas la Lingvo Internacia (ILo) strikte neŭtrala kaj servanta kiel pontolingvo por interkompreniĝo internacia. La vorttrezoron ĝi ĉerpas ĉefe el latinaj kaj ĝermanaj radikoj, kies strukturo logika permesas lerneblecon nekompareble pli rapidan ol ĉe neartefaritaj lingvoj. Ĝia simpla gramatiko distingiĝas per egaj esprimkapableco kaj kreivo. Krome Esperanto plenumadas la rolon de internacia kultura lingvo kun riĉa originala kaj tradukita literaturo, kion altestimas i.a. ankaŭ la UNESKO. La valoro propedeŭtika de ILo eĉ ne povas surestimiĝi!

Esperantlingva faldfolio kun informoj pri nia lernejo deŝuteblas tie ĉi.

Hebräisch

ist seit dem 10. Jh. v.Chr. durch die alttestamentlichen Bücher bezeugt. Spätere Sprachstufen, z.B. in der Mischna (Sammlung religiöser, legislativer und anderer Texte) zeigen aramäische Einflüsse. Aramäisch war Verwaltungssprache im Perserreich und Muttersprache Jesu. Hebräisch hörte nie auf, geschrieben bzw. gesprochen zu werden und wurde nach der Staatsgründung des modernen Staates Israel offizielle Sprache mit mindestens 5 Mio. Sprechern. Es gehört, wie die UNO-Sprache Arabisch, dem semitischen Sprachenzweig an. Bibel-Hebräisch ist nicht allzu schwer zu erlernen und wurde am Ratsgymnasium seit dessen Gründung unterrichtet. Kenntnis der Bibel in den Ursprachen ist schließlich beste protestantische Tradition! Ein Superlativ: Da sich im Laufe der Zeit Hebräisch kaum verändert hat, ist es eine der archaischsten, noch heute gesprochenen Sprachen überhaupt.

Italienisch

Diese große europäische Kultursprache ist eine Tochtersprache des Lateinischen mit ca. 65 Mio. Sprechern, offizielle Sprache in Italien, San Marino, Vatikanstadt und der Schweiz. Das heutige Italienisch basiert auf der Weiterentwicklung des spätmittelalterlichen florentinischen Dialekts (standardisiert v.a. durch die Werke von Dante, Boccaccio und Petrarca). Vor der Vereinigung Italiens im 19. Jh. war das Italienische neben den Regionaldialekten zumeist nur Verkehrssprache, jedenfalls bis zur Ablösung durch das Französische im 18. Jh. die Bildungssprache des Abendlandes. Bis heute herrscht in Italien eine hochinteressante, starke dialektale Differenzierung mit verschiedenen Standardvarietäten. Italienisch ist die Sprache der Musik, des Films, der Mode, des Sports, des guten Essens und des Sommers. Für Lateiner übrigens fast spielend zu erlernen!

Neugriechisch

ist die Bezeichnung für die seit der osmanischen Eroberung im 15. Jh. gesprochenen Sprachformen des Griechischen. Neugriechisch zählt ca. 15 Mio. Sprecher und ist offizielle Staatssprache in Griechenland und auf Zypern. Im Unterschied zum Altgriechischen ist die Grammatik stark vereinfacht, die Aussprache verändert. Dennoch gibt es große lexikalische Übereinstimmungen, teilweise durch bewusste Wortneuschöpfungen. Für "Franzosen" eine einmalige Möglichkeit, Hellás kennenzulernen, in jedem Fall die Sprache eines der beliebtesten Urlaubsländer Europas.  Ein Superlativ: Griechisch ist die älteste Schriftsprache der Welt, die noch heute verwendet wird!

Rumänisch

ist die östlichste Tochtersprache des Lateinischen und wird von ca. 25 Mio. Menschen gesprochen. Es ist Staatssprache im jungen, orthodox geprägten EU-Mitgliedsland Rumänien und in der Republik Moldau. Das Rumänische ist, ähnlich wie Englisch, eine ausgesprochene Mischsprache und hat Spuren vieler verschiedener Sprachen im Wortschatz, aber auch grammatische Ähnlichkeiten mit anderen Balkansprachen aufzuweisen. Im 19. Jh. fand mit der Übernahme zahlreicher Gallizismen eine Modernisierung und Hinwendung zu Frankreich statt. Damals wurde das kyrillische durch das lateinische Alphabet ersetzt. Rumänisch ist nicht schwerer als Italienisch oder Spanisch und von großer melodiöser Eleganz! 

Sanskrit

Sanskrit, am nächsten verwandt mit den ältesten iranischen Sprachen Avestisch und Altpersisch, ist die bis heute verwendete Hoch-, Literatur- und Gelehrtensprache Indiens und heilige Sprache der Brahmanen. Es erhielt in seiner im 5.Jh.v.Chr. genormten Form eine Stellung, wie sie im Abendland die lateinische Sprache lange Zeit innegehabt hat; auch heute noch ist Sanskrit eine der 23 Amtssprachen der Indischen Union. Gemeinsam mit dem älteren Vedischen (vgl. homerisches Griechisch) bildet Sanskrit das Altindische.
Neben dem Hinduismus bedienten sich auch der Buddhismus wie der Dschainismus dieser Sprache. In Bezug auf die Menge der überlieferten Werke übertrifft die Sanskritliteratur den Reichtum der griechischen und römischen Literatur zusammen genommen. Nicht weniges in der altindischen Grammatik und Lautlehre, aber auch im Wortschatz ist uns übrigens aus dem Griechischen bzw. Lateinischen bekannt! Die altindischen Grammatiker vollbrachten mit ihren Sprachbetrachtungen Pionierleistungen und machten den Weg frei für die vergleichende Sprachwissenschaft der Neuzeit.
Ein echtes Verständnis der indischen Geisteswelt macht auch in unseren Tagen die Beschäftigung mit Sanskrit unumgänglich.

Serbisch

Die ganz ähnlichen mittelsüdslawischen Sprachen Bosnisch, Kroatisch und Serbisch werden von ca. 19 Mio. Menschen im ehemaligen Jugoslawien sowie unter Migranten in Westeuropa und Übersee gesprochen. Serbisch schreibt man wahlweise mit lateinischer oder kyrillischer Schrift.  Im 19. Jh. strebte man, auch aus politischen Gründen, eine einheitliche Schriftsprache der Kroaten und Serben an. Südosteuropa, an der Schnittstelle zwischen West- und Ostrom, ist ein alter Kulturraum, wo auch heute noch westliches Christentum, Ostkirche und Islam zusammentreffen. Da die slawischen Sprachen untereinander viel näher verwandt sind als die romanischen oder die germanischen, sind Serbischkenntnisse auch beim Erlernen anderer slawischer Sprachen (z.B. Polnisch, Tschechisch, Russisch) sehr hilfreich.

Spanisch

Die spanische Schriftsprache ist aus dem Dialekt Kastiliens hervorgegangen und bildet mit dem Portugiesischen, dem Galicischen und dem Katalanischen das Iberoromanische. Es wird außerhalb Europas als Mutter- und Zweitsprache im Bereich des ehemaligen spanischen Kolonialreichs, insbesondere in Süd- und Mittelamerika und in weiten Teilen der USA gesprochen. Das Judenspanische (Sefardí) verhält sich zu Spanisch wie das Jiddische zu Neuhochdeutsch. Mit insgesamt rund 352 Mio. Sprechern ist das Spanische nach dem Chinesischen, dem Englischen und dem Hindi die vierthäufigste Sprache der Welt. Es ist UNO-Sprache und trägt in Grammatik und Wortschatz viele konservative Züge, die Vergleiche mit dem Lateinischen sehr leicht machen. Vor seiner Ablösung durch das Italienische (17.Jh.) und das Französische (18.Jh.) hatte Spanisch in Europa eine wichtige überregionale Rolle als Bildungs- und Diplomatensprache. Auch als beliebtes Urlaubsland weckt Spanien unser Interesse an seiner Sprache und Kultur!

 
 

Aktuelles

31.01.2012

FAIRPLAY im Ratsgymnasium Erfurt

Am 31. Januar fand in der Domsporthalle ein „Fairplay - Tag“ statt. Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit der Nominierung der Deutschen Soccer Liga für den DFB Integrationspreis. Dieser wird am 10.02.2012 in Berlin...


31.01.2012

Esperanto im Radio am 5.2.

Bernhard Schwaiger, Lehrer an unserer Schule, macht seit Januar jeden ersten Sonntag im Monat eine einstündige Sendung in der internationalen Sprache Esperanto auf den Wellen von Radio F.R.E.I. [mehr]


20.01.2012

Erzählnachmittag am 2.2.2012 um 16 Uhr in der Aula

Die 5. Klassen bereiten gegenwärtig einen Nachmittag mit Geschichten und Theaterszenen für zukünftige Schüler unserer Schule vor. Auch Eltern sind dazu herzlich eingeladen.


10.01.2012

Certamen Thuringiae MMXII

20 Schülerinnen und Schüler vertreten unsere Schule beim diesjährigen Schülerwettbewerb für alte Sprachen am Mittwoch, dem 1. Februar 2012. Viel Erfolg!


10.01.2012

Spende für das Restaurant des Herzens

Beim Festgottesdienst zum 450jährigen Gründungsjubiläum des Ratsgymnasiums am 9.12.2011 wurde eine Kollekte in Höhe von 374,86 € gesammelt. Ein Dankeschön,[mehr]


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