Altgriechisch

Altgriechisch wird in der Klassenstufe 9 gewählt als Alternative zu Französisch. In der Qualifikationsphase kann der Schüler das Fach weiterbelegen. Zur Zeit bietet nur unsere Schule in ganz Thüringen Altgriechisch als reguläres Fach an. 

Das evangelische und humanistische Schulprofil der Schule räumt seit der Gründung 1561 Altgriechisch eine besondere Stellung ein - Erfurt war auch eine Hochburg des Humanismus. Das antike Griechenland galt bereits im Alten Rom als Vorbild. Latein ist daher kein Ersatz für Altgriechisch!

Altgriechisch ist die Ursprache des Neuen Testaments und vieler altchristlicher Schriften. In der byzantinischen Zeit strahlte es über die Levante und ganz Osteuropa aus, im Neugriechischen lebt es bis heute weiter. Es ist, gemeinsam mit dem Lateinischen, die Muttersprache des vereinten Europas. Grundlegende Kulturleistungen in Literatur, Philosophie, Technik, Naturwissenschaften, Rhetorik und Kunst wurden im griechischen Kulturbereich begründet und zu großer Blüte geführt. Wichtige Strömungen deutscher Geistesentwicklung (z.B. Weimarer Klassik) sind ohne die Beschäftigung mit Hellas nicht erklärbar. Die Sprachwissenschaften haben der Beschäftigung mit den griechischen Dialekten wertvollste Erkenntnisse zu verdanken. Viele Fachbegriffe der verschiedendsten Wissenschaften sind griechischen Ursprungs.

Altgriechischkenntnisse (GRAECUM) werden in folgenden Studienrichtungen vorausgesetzt bzw. sind nachzuholen: Theologie, Archäologie, Latinistik, Byzantinistik und Neogräzistik, Alte Geschichte, Ägyptologie, Indogermanistik. Nützlich sind Griechischkenntnisse u.a. auch für das Studium der Philosophie, Religionswissenschaften und der Neueren Philologien. 

Griechisch wird noch heute gesprochen. Dem trägt das Ratsgymnasium Rechnung und bietet eine AG Neugriechisch an. Altgriechischkenntnisse sind für eine Teilnahme nicht Voraussetzung. 

Unterrichtsziele und Lernbereiche:

  • methodenbewusster Umgang mit Sprache und Texten, kritische Wertung sprachlicher Äußerungen
  • Kennenlernen und Wirkung grundlegender Werke der Weltliteratur (z.B. Homer, Epos) und Philosophie (z.B. Platon, Aristoteles)
  • Reflexion über Entstehung gesellschaftlichen Zusammenlebens und politischer Herrschaft (z.B. Staatsutopien, Geschichtsschreibung - Herodot/Thukydides)
  • Einsicht in den Traditionsgehalt und die Relativität heutiger Werte und Normen
  • Verständnis und Toleranz für unterschiedliche Formen der Lebensbewältigung; Korrektur eigener Wertvorstellungen (z.B. Tragödie, Komödie, Lyrik, Fabel)
  • Genuss der Originalität griechischen Denkens, anspruchsvoller Werke in der Originalsprache und der traditionsbildenden Kraft griechischer Kultur (z.B. Archäologie)
  • Reflexion über Kunst und Religion (Mythologie), Weiterentwicklung im Christentum (z.B. orthodoxe Kirche)
  • Einführung ins Neugriechische - Griechenland als über 3000jähriges Kontinuum
 
 

Aktuelles

16.03.2011

4 Preisträger beim Certamen Thuringiae MMXI

Maximilian Quellmalz hat beim Schülerwettbewerb für Alte Sprachen im Fach Altgriechisch den 1. Platz belegt, Maria Knabe den 2.! Herzlichen Glückwunsch! Sehr erfolgreich waren auch Irene Rüpke und Carl Seemann im Fach Latein.


24.02.2011

2 neue Arbeits-gemeinschaften ab März

Makedonisch bei Herrn Schwaiger voraussichtlich mittwochs 15.05 - 16 Uhr und Uni-Hockey dienstags 14.30 - 15.30 Uhr[mehr]


20.02.2011

Spende für den Verein Afghanistan-Schulen

Beim Weihnachstgottesdienst wurde eine Kollekte in Höhe von 500 € für Schulen in Afghanistan gesammelt. Uns erreichte nun ein Dank-Schreiben![mehr]

Kategorie: Schule

19.02.2011

Premiere "Frühlings Erwachen"

Die Theater-AG (Schüler aus den 9. und 10. Klassen) unter Leitung von Vincent Müller führte am Freitag, dem 25.2.2011, ihr neues Stück auf.[mehr]


08.02.2011

Projekttag der 7. Klassen

In der Zeit vom 14. - 16.2. fand für die drei 7. Klassen je ein Projekttag statt zum Thema „Wie gehen wir miteinander um?“[mehr]